Hortiplus vereint wissenschaftliche Kompetenz, planerische Konzepte und handwerkliches Können

Sät Freiräume

 

Urbane Freiräume und pré-urbane Flächen werden von den BewohnerInnen zunehmend über das Kultivieren von Nutzpflanzen angeeignet. Viele, junge Leute, Familien mit Kindern, engagierte 50Plus, sind in Gartengemeinschaften, der solidarischen Landwirtschaft oder Püntenvereinen aktiv. Motivation und Ansporn ist die Realisierung von ökologisch, sozial und ökonomisch gesamtheitlichen Lösungen. Sie übernehmen für das eigene Handeln Verantwortung, vom Saatgut bis auf den Teller.

Für die Quartierentwicklung entstehen mit dieser Entwicklung städtebaulich und gesellschaftlich immer komplexere Interventionen. Die gegenseitige Beeinflussung von Landwirtschaft und Freiraumplanung bringt neue Fragestellungen und eröffnet Möglichkeiten. Während in der Vergangenheit den grossen Städten eine Pionierrolle zukam, gewinnen insbesondere Projekte auf der Ebene der Quartiere und deren lokalen ländlichen Umfeld auch in kleinen und mittelgrossen Städten an Bedeutung.

Als Beispiel von schweizweiter Wichtigkeit gelten unsere Projekte im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (NAP-PGREL), die durch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) unterstützt werden. Der „Samengarten“ ist eines dieser Projekte und mit jährlich bis zu 300‘000 BesucherInnen eine deutlich sichtbare Spitze unseres Wirkens.

Aktivitätszentren

 

Freiraumplanung

Freiraumplanung, die Lebensqualität und Gebietsattraktivität steigert. Wir planen und realisieren für die Bedürfnisse von heute und die Anforderungen von morgen.

Konzepte und Beratung zur nachhaltigen und erneuerbaren Stärkung und Festigung des gesellschaftlichen Gebrauchswertes von Freiräumen unter Einbezug von lokalen, soziologischen, agronomischen und ökonomischen Gegebenheiten.

Bearbeitung und Realisierung von Projekten in Kooperation mit Bundesämtern, kantonalen Stellen, Städten, NGO’s, Garteninitiativen, Quartiergemeinschaften und Püntenvereinen.

Förderung von Volksgesundheit, sozialer Integration, Arbeitsplätzen und in direktem Bezug zur Tätigkeit stehenden Naturerfahrungen für Kinder und Jugendliche.

Erarbeiten und bereitstellen von wissenschaftlichen Grundlagen in Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen.

Unterstützung der Selbstversorgung mit frischen, reinen Lebensmittel aus dem eigenen Garten, biologisch gezogen, gentechfrei ohne jede Toleranzgrenze. Erhaltung der dafür geeigneten Biodiversität.

 

Inwertsetzung bewährter Nutzpflanzensorten und deren Einbettung in die sozio-kulturellen Strukturen. Etablierung souveräner Saatgutsysteme. Sortenrezeption und Entwicklungszüchtung.


 

„Sagezu“ – Samengemeinschaftszucht

Sagezu», die gemeinsame Zucht von Samen und Sorten bringt bewährte, traditionelle Nutzpflanzen langfristig und dauerhaft zurück in die Gärten und in die Kompetenz der Beteiligten. Bedachtes und selbstbestimmtes Leben wird gefördert, soziale Integration gestärkt, kulturelles Erbe und biologische Vielfalt in die Gesellschaft tragfähig verwoben.

Nicht mehr im Handel erhältliche traditionelle Gemüsesorten werden für den Subsistenzanbau und Nischenmarkt dauerhaft in Wert gesetzt, die Relevanz deren Erhaltung und Nutzung bewusstgemacht und erklärt. Samengemeinschaftszucht bietet ideale Voraussetzungen, die Sortenvielfalt bei Nutzpflanzen zu verbreiten und dank einer liebevollen, eigenständigen und kontinuierlichen Züchtung ändernden Klimabedingungen und aktuellen Bedürfnissen nachzuführen.

Sortensuche, Sichtung und Nachhaltige Nutzung​

 

Das Projekt "Rapunzel, Bützchen und Schinkenwurz" macht verschollene und vergessene Wurzelgemüse für den spezialisierten Erwerbsanbau und die Kultur in privaten Gärten gezielt verfüg- und nutzbar. Mit der Bekanntmachung dieser seltenen Delikatessen und der Verbreitung von deren Saatgut sollen Sorten ausgewählter Arten wieder in den Gärten kultiviert und beim Familienessen, aber auch in der an Spezialitäten interessierten Gastronomie, ihren Platz finden. Die Einbindung des Saatguthandels zeigt dessen Interesse an seltenen Gemüsearten und garantiert gleichzeitig auch die langzeitige Projektfortführung. Das ist ein effizientes nachhaltiges Nutzungsdesign.